Archive for ‘Internetz’

April 9, 2013

Schöne mobile Technik, alternative Apps und unsere Privatsphäre

** Upps, Text ist in Bearbeitung, hab mich verklickt und zu früh gepostet**

-> Der Post wird später fertig, ich aktualisiere auch zwischendurch

-> Links sind schon unten :-)

In diesem Beitrag verlinke ich eine Alternative zu Googles Android-Imperium und ein paar Apps zur Erhaltung Eurer Privatsphäre. Außerdem werde ich zeigen wie es zu unserer (teilweise unbemerkten) Abhängigkeit von den Handy-Vertrieblern kam und warum das für Kunden Mist ist. Wer keine Zeit hat kann nach unten scrollen und Downloads anwerfen (lesen kannst Du nachholen während Du das installierst ;-)

In den letzten Jahren sind unsere tragbaren technischen Helferlein geradezu mutiert. Einerseits sind noch Handys im Einsatz mit grünem Display, andererseits finden sich wie selbstverständlich Multi-Kern-Sensor-Web-LTE-Touch-you-name-it-Geräte in den Händen aller.

Ich fand die Entwicklung anfangs genial, wurde dann aber zügig ausgebremst. Denn was bisher geboten wurde, waren Mond-Preise incl. Sklavenverträge für Datenübertragung & Gerät. Auch die beworbene, umfangreiche Funktionalität ware nie gegeben oder wurde zu Gunsten der Herstellers/Netzbetreiber verstümmelt. Man konnte gut erkennen, warum das Mist war, der da verkauft wurde: die, die so ein Gerät hatten, sind immer nur rumgerannt und haben allen erzählt was das kann, diese Funktionen aber nie in den Alltag eingebunden. Das erinnert mich jetzt spontan an die NLP-Gemeinde :-) Die rennen auch immer rum und erzählen was der Bandler und der Grinder alles gemacht haben. Und was alles möglich ist wenn man das richtig kann^^ Klar, was teuer war, muss auch was wert sein und Potential ist heutzutage im Bullshit-Bingo ein beliebter Begriff. Jetzt wieder zur Technik.

Die Hersteller™ die früher™ die Mobiltelefonsoftware geliefert und nie richtige Updates machten konnten nach Apple-Vorbild in den letzten 2-3 Jahren (ok, Symbian vor 4-5 Jahren) die Entwicklungsarbeit für fast alle notwendigen Programme und damit hauptsächlich Kosten und Risiken outsourcen UND TROTZDEM mit den Apps viel Geld verdienen. Außerdem wurde alles Beta und noch teurer. Voll gut. Irgendwann in letzter Zeit kamen alle (Kreditkartenunternehmen, Geheimdienste, Ladenketten, …) auf den Trichter, dass Daten von Kunden, so umfangreich und richtig wie möglich, der heilige Gral sind. Also wird gesammelt und experimentiert was die Datenbank so hergibt. Dabei wurden interessante Entdeckungen gemacht. So kann man dank der Sensordaten im Telefon die Geheimnummer herausfinden. Es reichen drei Anrufe mit Standortbestimmung um Telefone Menschen in riesigen Datenbanken zu zuordnen, früher dachte man, es seien vier nötig. Auch schon wenig. Das Telefon des Freundes eines Freundes *reusper* greift auf WLAN-Daten und Handy-Funkzellen zurück um bei der Ortung das interne GPS schneller und genauer zu machen. Britische Geheimdienste nutzen Spionagesoftware für Telefone die immer wieder Bilder macht die im Anschluss zu etwas wie Streetview zusammengesetzt werden können. Suchmaschinen und Onlineshops speichern jeden Tastendruck (ob abgeschickt oder nicht) um uns noch mehr zu verkaufen, halten uns dadurch aber in einer Blase gefangen.

Die Daten die privat, also von Firmen, gesammelt werden vermischen sich. Man handelt untereinander und da viele Internetservices überall auf der Welt vertreten sind, gibt es meistens nur laxen oder gar keinen Datenschutz. Das die Daten zu viel oder zu unscharf sind ist höchstens ein Argument für Bequemlichkeit. Google hat das gesamte Internet mehrfach gespeichert. Da ist auch noch Platz für die Amazon-Wunschliste und die letzten Paypal-Zahlungen bei ebay. Solche Daten zusammen zu bringen ist höchstens eine Fingerübung für die Algorythmen die uns kategorisieren und katalogisieren.

 

 

Links:

Cyanogenmod (Alternatives Betriebssystem)

Team Win Recovery Project (Programm um das alternative Betriebssystem aufzuspielen, sowas-wie-BIOS ist der Vergleich für die Oma^^)

The Guardian Project (einfache mobile Apps zur sicheren Kommunikation aus dem Kreis des Torprojects)

F-Droid (unabhängiger App-Store, geht auch mit Google-Geräten)

Alternative.to (Datenbank die Alternativen zu beliebter/gehasster Software zeigt)

Linux Mint (anstatt Windows, auch prima Alternative zum Abhörlinux Ubuntu)

TorBirdy (Plugin das Thunderbird für die Nutzung über Tor einrichtet)

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August 24, 2012

Was auf die Ohren

Julian Assange Show – Cypherpunks

Zwar schon ein paar Tage alt, aber sehenswert, mit drei interessanten Gästen.
Cypherpunks

Alternativlos 26 – investigativer Journalismus

Mit Gabi Weber, Frank und Fefe

Alternativlos

Juni 6, 2012

ACTA Demos die 3. – jetzt erst recht

Wer die Diskussion um ACTA verfolgt hat, dem wird nicht entgangen sein, dass neue Demos am Wochenende sind.

Was ist ACTA?

Um was geht es bei Urheberrecht? Wie sehen die Alternativen aus?

Chaosradio – Kopierkulturkampf

Ältere Posts zu ACTA:

Das Internet ist da II

Der Streit um das Urheberrecht

Die ACTA-Polizei ist da

Mai 26, 2012

I’ve been watching you…

… and it makes you sweat.

Wir werden wir überwacht. Ohne das wir es merken. Das Ihr diesen Artikel lest, wurde jetzt schon mehrfach erfasst und ausgewertet, staatlich und von der Privatwirtschaft. Das ist leider keine dystopische Fantasie sondern Realität. Was im Digitalen passiert, wäre in der physikalischen Welt nicht möglich. Würden Kameras auf unsere Monitore gerichtet, die Menschen würden auf die Straße gehen.

Eine Überwachung findet statt und sie wird mehr.

Ein paar Beispiele, FYI.

Deutsche Geheimdienste schnüffeln sich 2010 durch mehr als 37 Millionen E-Mails

Bundesregierung verweigert Auskunft zur elektronischen Überwachung

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder meldet anders denkende Bürger dem BKA

Euer Handyprovider speichert mehr als gut ist (und zu lange!)

Das FBI bildet stillschweigend ein Netzüberwachungs-Zentrum

Die US-Army hat ihr erstes fliegendes Riesen-Überwachungsding fertig

Microsoft hat ein Patent auf die Idee, aus Facebook-Postst Euren Bildungsstand zu lesen

Das Ausschnüffeln von Handys ist jetzt rechtmäßig

Bilder sollen Fingerabdrücke bekommen

Mit Vorwänden gegen die Freiheit

Anstatt ehrlich zu debattieren und Argumente abzuwägen werden wir an Terroristen, Ballerspiele, Kinderschänder und andere fiese Gesellen erinnert. Dabei bringt die Speicherung der Kommunikationsdaten so gut wie nichts (siehe erstes Beispiel, von 37 Millionen E-Mails waren keine 220 interessant, also 0,00057%).

Die anvisierte Kontrolle würde auch nicht funktionieren wenn sie komplett umgesetzt würde. Wie Fefe argumentiert, schießen wir uns nur selbst in den Fuß:

Je mehr „Sicherheit“ wir uns vom Staat vorschreiben lassen, desto weniger glaubwürdig sind im Zweifelsfall dann solche digitalen Spuren, die uns entlastet hätten. Denn die sind im Gegensatz zu dem Personalausweis nicht digital signiert.

Fragen Sie sich doch mal selbst, wie viel Sie davon mitgekriegt haben, dass Ihre Bankdaten an die Amerikaner weitergegeben werden. Oder was Facebook alles an Daten über Sie gesammelt hat. Oder Google. Kriegen Sie mit, was die Schufa über Sie an Daten hat? Dort steht Ihnen sogar eine Auskunft zu. Haben Sie das mal gemacht?

So ist das mit Daten. Man kriegt das nicht mit. Der einzige Schutz ist, die Daten gar nicht erst anfallen zu lassen.

Wir bekommen nicht mit, was mit unseren Daten passiert. Wie sie ausgewertet werden, wer alles in unser digitales Inneres sieht. Und das unsere Daten wertvoll sind (was kann da schon passieren?), steht außer Frage. Man muss eben kein Terrorist sein, damit verschiedene Institutionen mal genauer hinsehen (und Existenzen zerstören). Es gibt sogar ein Wirtschaftssimulationsspiel zur Überwachungswirtschaft: Datadealer

Was bleibt uns? Das sagt uns eine Projektseite der Canadischen Piratenpartei :-)

VERSCHLÜSSELE EINFACH ALLES

Solange es noch erlaubt ist, sollte man sich all die Tools besorgen die Kommunikation schützen, sich mit ihnen vertraut machen und sie für einfach alles hernehmen. Das sollte man auch für Freunde und Verwandschaft tun. Helft auch den nicht Netzaffinen bei der sicheren Nutzung des Internetz. Um es mit Kant zu sagen müssen wir uns aus der moralischen Unmündigkeit erheben.

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines andern zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht aus Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. ‚Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!‚ ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Anfangen könnt Ihr hier: Digitale Gesellschaft und hier: Netzpolitik.org

Update: Pirate Linux (Ubuntu mit Tools für mehr Privatsphäre, Sharing und Open Source, u.a. Tor, I2P, …)

Bytelove (P2P for Podcasts :-)

Udo Vetter: Spielregeln für das Netz (2012 re:publica)

Mai 17, 2012

Seelenfresser für die Sicherheit

Die breit angelegte Überwachung schafft noch mehr Unsicherheit. Denn es geht nicht um Sicherheit, sondern um Kontrolle.

Es dreht sich alles um das Gefühl der Sicherheit, etwas subjektives. Anstatt jetzt dieses Gefühl mit Höhlenbau unterm Wohnzimmertisch oder auf dem Dachboden zu erreichen, wird versucht dieses Gefühl durch maschinelles ausleuchten und algorhytmisches Durchschauen herzustellen. Indem man die die kuschelige Dunkelheit der schützenden Sofadecken und weichen Kissen mit dem ersetzt was sich anfühlt die eine Prostatakrebsvorsorgeuntersuchung auf dem Rasen eines voll besetzten Fußballstadions, gibt man uns Wärme und Geborgenheit. Aha.

Wirkliche Sicherheit kommt aber aus einer gefestigten, selbstbestimmten Persönlichkeit. Das wird aber weder geschult, noch kulturell gefördert. Anstatt Menschen zu Kreativen zu machen, werden beispielsweise manche Berufskreative zu panischen Puppen der Kontrollorgane. Nur wenn Menschen, die ich nicht kenne, und Maschinen, die ich nicht verstehe, in mein tiefstes Inneres blicken können, bin ich sicher – so versucht man es zu verkaufen. Aus dem dabei entstehenden Gefühl entsteht zwangsläufig eine ängstliche Oberflächlichkeit. Eigene, etwas tiefer liegenden Gedanken verunsichern, weil sich vielleicht nicht konform sein könnten. Sie sind ein so starker Grund zur Besorgnis, dass ich sie meide. Das ist auch noch gern gesehen, es nützt der unbestimmten Angst. Anstatt uns positiv zu konditionieren und somit wirkliche Kreativität und eigenes Denken zu fördern, sollen wir bei kleinsten Fehlern bestraft werden können. Dieser Gedanke ist in der kompletten Überwachung eingeschlossen.

Die Angst fördert den Markt.

Wir werden oberflächlicher und damit einheitlicher, es arbeiten die Seelenfresser, halten uns vom Tiefgang ab. Der gerechte-Welt-Glaube der uns begleitet wie ein eingewachsener Zehennagel kann nur dort Fuß fassen, wo man sich noch den Schuh des Mittelstands anziehen lässt. Viele der Schuhträger kämen ohne 1€-Ramschware und (billigen?) Discountern finanziell nicht durch den Monat. Und ich spreche hier nicht von Leiharbeitern sondern von Abteilungsleitern die sich von den Verleihnixen abheben wollen/müssen. Zwei Urlaube im Jahr funktionieren nur noch wenn Mutti in Vollzeit arbeiten geht – anders als bei der Generation vorher. Merkt das niemand?

Die Arbeit der Seelenfresser.

Man kann sich das so vorstellen: Würden an einem gemächlichen Sonntag Abend Gedanken aufsteigen, die nicht zum Weltbild  passen, müsste man sich bewegen, aus der Gewohnheit, vielleicht aus der Gesellschaft heraus treten. Viel zu viel Elend würde auf einmal bewusst werden. Es würden Dinge in Frage gestellt, die nicht nur das derzeitige Sozialleben sondern vielleicht das Arbeitsleben und den Konsum in Frage stellen – das ist derzeit also die gesamte Existenz. Glücklicherweise wird uns geholfen, das zu vermeiden. Irgendwie schön. Schön gruselig, da man sich gegen sich selbst stellt. Zusehends werden wir neurotischer und beschränken uns auf „zugelassene Neurosen“. Beispielsweise Arbeit, Einkaufen, Angst, Fitness, Fernsehen, u. s. w.

Je lauter die allgemein annerkante Wahrheit von heimischen Videowänden und Lokalzeitungen gerufen wird, umso mehr wollen wir dem Bild folgen. Der Fernseher als Peer-Group und Facebook als Freundesersatz bieten ein schmales Podest der eigenen Meinungsfindung. Die dazu propagierten Abgründe lassen vor eigenen Gehversuchen zurückschrecken. So sehr seit 2001 Überwachung propagiert wird und nur wenige wissen wo wir wirklich stehen, kursiert jetzt schon die Meinung das „die da oben eh machen können was sie wollen“.  So ein Satz wird dann in schizoider Spaltung an Facebook-Walls geheftet und gefällt.

Meiner Meinung nach wird viel Energie verbraten um sich selbst zu spalten. Dürfte der Umfang der Unmenschlichkeit auf der Welt erkannt werden, könnte man nicht mehr still sitzen. In Diskussionen wird ausgeblendet, abgelenkt, logische Fehler begangen, wie beispielsweise die Beantwortung nie eingebrachter Argumente. Weil wir kaum gelernt haben logisch zu Argumentieren merks auch keiner. Meistens herrscht ein Klima der unterschwelligen Angst, das mich an die Nazis erinnert & hinterher wusste keiner was davon. Vielleicht ist es nur ein ungutes, ungemütliches Gefühl das irgendwo der Wurm drin ist.

Präventives …na was nu?

Wir können uns im Nachinein auf Fehler besinnen und entsprechend verurteilen, Gesetze erlassen, u. s. w.. Jetzt präventiv alle durch schleichend fortschreitende Überwachung zu verdächtigen schafft nur imaginäre Kontrolle aber vor allem Gleichschaltung. Um den Wunsch nach der  Freiheitlich demokratischen Grundordnung aufzuweichen hat der 11. September gereicht, als Schuß vor den Bug unserer Einheitsmöbel aus individuellen Großmärkten. Ohne ein Unglück in diesem Ausmaß hätte es nie zu der Katastrophe der präventiven Schutzmaßnahmen kommen können. Und immer noch bemühen wir das aufgebauschte Medienereignis um Augenwischerei einerseits (Politik, Feindbilder) und Vernachlässigung andererseits (Bildung, Kultur) zu rechtfertigen. Kulturreduzierung durch Vereinheitlichung (Sunshine Live ist qualitativ auf der Stufe des Musikantenstadel) und Verhärtung gäniger Vorurteile für die, die der PR folgen, sind Simplifizierungen die das Denken oben halten oder überflüssig machen. Plakate sagen mir wo ich hin gehöre. Das Fernsehen und die Markenwelt auf Facebook bieten ein schön einfaches, in sich geschlossenes Weltbild. Die Logik bleibt zwar auf der Strecke, aber hey, wir wollten doch vorsichtshalber nicht so tief denken.

Gehört man dazu, prima. Denn wer nichts zu verbergen hat, hat meistens auch nichts zu befürchten. Aber wehe wehe wehe, wenn ich auf das Ende sehe. Der Pfad wird schmaler und je klarer es wird, dass das Belohnungs- und Bestrafsystem willkürlich ist, umso neurotischer werden wir uns verhalten. Ob man sich jetzt zu Kirchen oder anderen esoterischen Gruppen hingezogen fühlt um den Zufall der Welt und die gepredigte Leere des herrschenden Produktindividualismus zu kompensieren oder halt einfach so paranoid wird, spielt in diesem System des gezogenen Misstrauens kaum eine Rolle. Wir sollten uns darauf besinnen wie schön, groß und einmalig unsere Welt ist und das Gefühl genießen jetzt mitten drin zu sein und dazu zu gehören. Ok, ich predige jetzt keine Postkartensprüche :-) Dieses Video kommt dem ganz nahe was ich meine: The most astounding fact.

April 18, 2012

Julian Assanges TV-Show läuft an

Gefunden bei Fefe: Julian Assange startet seine Talkshow auf Russia Today

Sehenswertes Interview mit dem Hisbollah-Chef Nasrallah.

 

 

April 6, 2012

Das Internet ist da II

Neue Demos gegen ACTA geplant! 9.6.2012, bitte hingehen. Es geht auch um Dein Internet, also kümmere Dich darum! Falls ACTA schon wieder aus dem Gedächtnis (LOLWUT?!) verschwunden ist, hier gibt es nochmal die Infos über ACTA und von den letzten Demonstrationen. Ich hoffe, wir können dieses Mal wieder bei strahlendem Sonnenschein demonstrieren. -12 Grad wird es auf jeden Fall nicht geben.

Warum Datensammelwut (und „ich habe doch nichts zu verbergen„-schnöseln) uns letztlich doch das Genick brechen kann (oder schon gebrochen hat, neue Verschwörungstheorie) sehen wir schön visualisiert von der Zeit. Malte Spitz stellte 6 Monate seiner Vorratsdaten zur Verfügung. Man stelle sich vor, wie genau die Provider über Kanzlerin oder Bürgermeister bescheid wissen.

Es gibt mal wieder keine Gefahr für die Bevölkerung: In Frankreich brennt es im AKW Penly. Es ist wohl Öl ausgetreten das brannte, die Feuerwehr war da, man hat das AKW runtergefahren. Aber die Anlage sei sicher. Heute früh um neun Uhr schrieb dann die Zeit, das Radioaktives Wasser ausgetreten sei. Bereits 2007 gab es Probleme mit dem AKW, man bemerkte bei einer Routinekontrolle, dass die Notkühlanlage defekt war. Und im September ist ein Ofen einer Verbrennungsanlage explodiert, in Penly.

Wer sich jetzt Sorgen macht, alles halb so schlimm, die USA buchten die Konkurrenz (auch unsere) ein. Und sie möchten gerne Nuklear-getriebene Drohnen bauen. Dann muss man die blöden Bösen nur noch per Fernbedienung jagen. Das ist der wahr gewordene, feuchte Traum eines Nerds am falschen Platz.

Meanwhile in Germany: die Kontentmafia versucht Jugendlichen und Eltern mit einem Flugblatt das Hirn zu waschen. Weiß jemand wo das überall verteilt wurde? Naja, jedenfalls dürften wir diesen Sommer mehr freie CC-Musik hören, denn die GEMA verschlimmbessert ihr Tarifsystem.

Ansonsten fliegt uns vielleicht eine Gasplattform um die Ohren, oder das Leck blubbert weiter vor Schottlands Küste dahin. Alle müssen sparen, auch die Energievermarkter, da müssen wir jetzt alle an einem Strang ziehen. Auch die Tiere, die dort leben, ist schließlich auch ihr Planet und für den reißt man sich gerne mal am Riemen. Gell, ihr Tiere?

Da möchte man sich doch zum Bundeswehr-Krypton in die Asse legen und in Embriohaltung zusammenrollen, warten bis die Welt wieder normal ist. Oder man schreibt sowas tolles wie Bettina Gaus.

Na, positive Nachrichten immer ans Ende (das Wetter gibt ja nichts her): einen schönen Ansatz als nutzbaren Gegenentwurf  zu Facebook, eDonkey und zentraler Datensammelwut bietet RetroShare. Einen kleinen Abriss dazu und zur Saugstubengeschichte der letzten Jahre hat Telepolis parat. Wenn die Gurtpflicht für die Datenautobahn eingeführt wird, dann machen halt alle I2P, oder Freenet, das wird dann auch schneller :-)

Auch positiv: der Landesbeauftragte für den Datenschutz Baden-Würtemberg hat einen öffentlichen Schlüssel auf seiner Seite liegen und warnt davor, dass E-Mails im Netz gelesen werden (können). Warum machen das nicht alle Behörden? Dank PGP/GnuPG könnte man auf so manche Funktion des unsicheren neuen Personalausweises verzichten. Die User wären trotzdem selbst verantwortlich und es wäre viel preiswerter.

Oh, was ist eigentlich mit Syrien & Iran?

März 30, 2012

Der Streit um das Urheberrecht

Erst ereifert sich ein wohl seinerzeit beliebter, deutscher Musiker über seine Fans, bzw. die immer-böse Netzgemeinde (wir sind schuld, hier, ja – hier drüben – hallo!), Piraten und was noch alles. Und im Anschluß kommen 51 Tatortautoren auf die Idee einen offenen Brief an …(wen?) zu schreiben den ich jetzt auch nicht zitieren möchte. Wer weiß was die unter Urheberrecht verstehen. Glücklicherweise haben wir noch den CCC, neusprech.org, die Digitale Gesellschaft, netzpolitik.org und viele andere. Bevor ich jetzt was zusammenfasse und die ersten Links poste möchte ich dazusenfen, wo meiner Meinung nach der Hund begraben liegt.

Der Freund eines Freundes erzählte vor kurzem, er sei jetzt im Usenet. Für €25 im Monat kann er sich alles ziehen was das Herz begehrt. „Toll!“ sagte sein Kumpel „würdest Du das auch bezahlen wenns legal wäre?“. „Klaro.“ meinte der. Das Gespräch ging dann noch weiter und sie waren sich einig, dass man natürlich nur so viel Medien brauch, wie man auch konsumiert. Hat man erstmal die Lieblingsmusik, brauchts nicht noch mehr davon, höchstens die neuen Alben. Bei Filmen ist es so ähnlich. An Weihnachten halt die (immer gleichen) Märchen, im Sommer keine, außer es regnet. Trotzdem, €25 jeden Monat.

Jetzt stellen sich zwei Fragen: soll man für jedes Mal hören abrechnen? Wann ist die Kuh genug gemolken? Wenn ich einen Wasserhahn produziere, und davon leben will, muss ich dann jedes Mal wenn jemand da Wasser durchlässt was bekommen? Wenn es ein schöner Wasserhahn ist, reicht dann schon ein Blick darauf um mich zum Gläubiger zu machen? Ich glaube, aus solchen Gedanken ist die Wortschöpfung Contentmafia entstanden: „Schöne Bar (Wasserhahn) hier, wäre schade wenn etwas kaputt geht! Wir bieten Dir Schutz für Deine Bar (Wasserhahn). Du musst uns nur einen Teil Deiner Einnahmen abdrücken…“.

Zu den Begriffen: es geht um Content und sog. geistiges Eigentum, Kostenloskultur, die Netzgemeinde, die Kreativwirtschaft, die Raubkopie und die (sollte uns das Wortmoster tatsächlich überrollen) Rundfunkservicezentrale

Schockierend, nach den ACTA-Protesten quer durch Europa: ZDF und ARD für ACTA und Privatisierung der Rechtsdurchsetzung die würden sogar ein Two-Strikes-Modell unterstützen! Wissen die, was sie da tun?

Fällt das nur mir auf? Der offene Brief der 51 Tator-Stiftschwiger ist von den Begriffen her dem Regener-Rant sehr ähnlich, kam ja auch kurz danach. Aber eben diese Wörter finden sich nicht im normalen, täglichen Netzgebrauch, nicht in dieser Form. Gibt es eine Zombifizierung mit bisher unbekannten Contentviren? Wenn ja, die 51 Kreativen des CCC sind nicht angesteckt worden und warscheinlich gut geimpft. Aus deren Brief zitiere ich daher gerne:

Liebe Tatort-Drehbuchschreiber,

mit Freude nehmen wir – ganz kess als Vertreter der von Euch angeprangerten „Netzgemeinde“ – Euer Interesse [1] an unseren Gedanken zu einer Versachlichung der Diskussion über Urheber- und Urheberverwertungsrechte im digitalen Zeitalter wahr. Bevor wir aber unnötig gleich zu Beginn Schubladen öffnen: Auch wir sind Urheber, sogar Berufsurheber, um genau zu sein. Wir sind Programmierer, Hacker, Gestalter, Musiker, Autoren von Büchern und Artikeln, bringen gar eigene Zeitungen, Blogs und Podcasts heraus. Wir sprechen also nicht nur mit Urhebern, wir sind selber welche.

[…]

Das Tragische (im griechischen Sinne) ist doch, daß wir beide Opfer des Verwertungssystems sind. Ihr schuftet Euch seit Jahren für die Verwertungsindustrie ab und habt so viele Eurer Rechte weggegeben, daß weder Ihr noch Eure Nachfahren von der verlängerten Urheberrechtsschutzfrist etwas haben. Das ist bloß ein Verhandlungsmittel, mit dem Ihr zu reduzieren hofft, wie doll Euch die Verwertungsindustrie abzockt. Wir kämpfen eigentlich auf derselben Seite, aber Ihr merkt es nicht einmal.

[…]

Anstatt Euch an den Konsumenten gütlich zu tun, solltet Ihr Eure Anstrengungen darauf konzentrieren, für Eure Werke direkt vom Auftraggeber ordentlich entlohnt zu werden. Was Ihr braucht ist eine den Namen verdienende, starke Gewerkschaft, kein Monster aus Verwertungsgesellschaften, die dann Youtube langjährig verklagen, weil sie kostenlos Werbung für Euch machen und Euch damit zukünftige Aufträge verschaffen. [2]

[…]

Die Verkürzung eines Schutzrechts ist dabei auch nur eins der Werkzeuge, um gerade Euch (oder besser gesagt Euch und uns) Fallstricke beim Ausüben unserer Berufe auszuräumen. Gerade Ihr solltet doch – bei der recht dünnen Menge potentieller Krimiplots [3]– verstehen, daß Plagiatsanwürfe beim Verwenden von Versatzstücken zu einem horrenden Minenfeld werden. Wir (jetzt in einer Rolle) als Softwareurheber bewegen uns seit zu langer Zeit schon in genau jenem Software-Trivialpatente-Minenfeld, wir verstehen ganz gut, wohin der Zug geht.

[…]

Sir Arthur Conan Doyle schrieb dazu: »Wenn jeder Autor, der ein Honorar für eine Geschichte erhält, die ihre Entstehung Poe verdankt, den Zehnten für ein Monument des Meisters abgeben müßte, dann ergäbe das eine Pyramide so hoch wie die von Cheops.«

Das von Euch als gottgegeben hingestellte sogenannte „geistige Eigentum“ ist bei näherem Hinsehen eine Chimäre jüngeren Datums, gerne als unsachlicher Kampfbegriff angeführt, um gewisse grundsätzliche Diskussionen zu vermeiden.In den letzten Jahren sind dazu viele – auch sehr ausgewogene – Kommentare verfaßt worden. [4]

Daß einige Verwertungsgesellschaften mit dem simplen Fakt überfordert sind, das Kopieren von Werken nicht verhindern zu können, ändert nichts an der Tatsache, daß früher wie jetzt eine grundsätzliche Bereitschaft besteht, Kulturdienstleister angemessen zu entlohnen. Wo es Wege gibt, streßfrei und ohne Gängelungen Werke zu fairen Konditionen zu beziehen, werden diese ausgiebig genutzt, seien es App-Stores für Mobiltelefone oder „Music Stores“ mit einfachen Bezahlmodellen. E-Book-Geschäfte sind ebenso gerade im Kommen, hakeln allerdings wegen der unausgereiften DRM-Technologie ein wenig. In der Netzgemeinde werden über moderne Konzepte wie „Flattr“ sogar einzelne Wortbeiträge in Blogs oder für Podcasts entlohnt. (Beispiel: [5])

[…]

Gerade Ihr als Tatort-Autoren, deren Brötchen zum großen Teil über die Rundfunkgebühren bezahlt werden, solltet wissen, wie sich eine Kulturflatrate anfühlt. Hier hungern Urheber nicht. Aber gerade diese Verwertungsgesellschaft, die Eure Tatort-Drehbücher entlohnt, ist das beste Beispiel, wie sich ein verselbständigter Wasserkopf mehr und mehr der eigentlich Euch zustehenden Anteile am ausgestrahlten Werk einverleibt. Hand hoch, wieviele von Euch sind festangestellt? Wieviele wurden in den letzten Jahren durch Vertragsveränderungen bei den Landesmedienanstalten auch noch der Zweitverwertungsrechte im Netz beraubt? Na, und wie fühlt sich der Blick in Eure Buy-Out-Verträge an, wenn Ihr ehrlich seid? Stockholmsyndrom?

[1] Offener Brief von 51 Tatort-Autoren

[2] Kulturwertmark

[3] http://www.zeit.de/2012/13/Krimi-Tatort/komplettansicht

[5] CRE (früher Chaosradio Express)

Das sitzt. Danke Leute! Vielleicht versteht dann der eine oder andere Leser, dass und wie, die CM Nutzer und Autoren gegeneinander ausspielt! :-)

Es wird einem aber auch gesagt wenn man dort arbeitet. Ich komme ja ursprünglich aus der Medienbranche, bin als Jobanfänger von Live-Musik über Theater, Tonstudio und Film ins Fernsehen geschliddert. Da gibt es nicht nur Gewinner. Eigentlich gibt es sehr viele Unterbezahlte die um ihren Job fürchten – fast jeder bekommt seit Jahren das gleiche Geld. Es ist allerdings auch üblich in der Branche, schon dem Nachwuchs dieses Leben als schmackhaft anzudrehen. Was bleibt einem übrig? 15 Jahre Kamera, nie eine Festanstellung, 2 Kinder. Ob du dann für das Geld am Band stehst oder deinen (ehem.?) Traumberuf ausübst (trotz aller Rückschläge, verspätet bezahlten Rechnungen, mieser Spesen und Preisdrückerei)…!? Und dann hast du ja noch deinen eigenen Film im Kopf, den wolltest du schon lange angehen.

Auf jeden Fall weder leicht noch gerecht. Und da kommt dann einer von denen die es geschafft haben und macht schlechte Stimmung wegen den Raubkopierern, sorry, wegen der Kostenloskultur. UND DU WEIST ES JA WEIL DU DAS GEIZGEILE WERBEVIDEO GEDREHT HAST. LOLWUT?? Mir würde da auch der Kragen platzen. *hust*

Also, zusammengefasst kann man sagen, dass viele der Opfer der Contentmafia (Autoren) gerne eine Kontrolle des GBI (großen bösen Internetz) hätten, damit jeder für ihre Kreativität bezahlen muss. Oder niemand mehr ohne bezahlen rauskommt. Diese Form der Kontrolle würde in einer überdimensionierten, privaten (providerseitigen) Überwachungsinfrastruktur münden. Ohne sowas geht das nicht. Jeder einigermaßen geradeaus denkende Mensch müsste sich allerdings fragen, was das bedeutet, wenn jeder Internetanschluß immer überwach werden soll. Vor allem, wenn die Kreativen die letzten sind, die was davon haben. Denen wird doch nur noch ein Märchen aufgetischt, warum sie am langen Arm verhungern müssen.

Zum Schluß lasse ich einen Auszug aus einer Meldung von Netzpolitik.org stehen:

Heise.de liegt ein Sachstandsbericht der Europäischen Kommission vor, der sich mit der voraussichtlichen Unterzeichnung und Ratifizierung des stark umstrittenen Anti-Piraterie- und Urheberrechtsschutz-Abkommens ACTA befasst. Der Inhalt deckt sich mit unserer Berichterstattung und Analyse:

Der Bürgerprotest wird als “aggressive pan-europäische Kampagne” gegen ACTA bezeichnet, “die von einer demokratisch nicht legitimierten Internetgemeinde getragen werde”. ACTA dürfe laut EU-Kommission nicht scheitert, “da dies ein gefährliches Signal zur Glaubwürdigkeit der Europäischen Union aussenden werde. Auf keinen Fall dürfe man dem Druck der Internetgemeinde nachgeben. Schließlich seien sämtliche Einwände gegen ACTA unbegründet.”

Im Grunde nichts neues, der schönste Satz ist aber: “Wenn ACTA scheitere, sei dies die Schuld der Internet-Gemeinde.”

Zum Thema unbegründete Einwände haben wir gestern nochmal eine kleine Broschüre zum Internetkapitel veröffentlicht. Wir sehen das natürlich anders.

Guten Abend!

Edit (1.4.2012):

1. Schöner, knapper Artikel auf heise, der das Thema zusammenfasst.

2. Außerdem gab es einen Angriff von rechts hinten. Die Contentverwehrter gaben Flugblätter an Schulen heraus. Dem (von mir so herbei gewünschten) aufgeklärtem Bürger nutzt das wenig. Außerdem stehen teilweise falsche Informationen drin. Man begibt sich dank Eigenlob und vielleicht auch Arsch-auf-Grundeis auf ebenfalls sehr dünnes Eis (passend zu den ersten Sonnentagen!).

Februar 23, 2012

Georg Schramm wird es nicht

Wie wir bereits wissen wird er es nicht, Bundespräsident. Was uns bleibt ist seine Absage bzw. dieses schöne Interview bei N24 (via Fefes Blog):

Hier nochmal zum Amt des Bundespräsidenten:

Interessant ist auch die taz-Kolumne zum „Stinkstiefel namens Gauck„. ;-)

Februar 16, 2012

Die ACTA Polizei ist da

Am 11.2. gingen in ganz Europa ACTA-GegnerInnen auf die Straße. Bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte (-12°C in Stuttgart) demonstrierten hunderttausende gegen das Handelsabkommen. Interessant fand ich, dass etwa 80% unter 30 Jahre alt waren. Wann hatten wir das Wahlrecht ab 16 zuletzt diskutiert? Ganz unten gibt es ein paar Impressionen von den friedlichen Protesten in Stuttgart.

Im Metronaut wird eine interessante Strategie des weiteren Vorgehens vorgeschlagen: anstatt ruck-zuck noch mehr zu demonstrieren, lieber Pacman live in der City spielen (in der ACTA-2012 Version). Oder andere Aktionen durchführen, mit Kollegen reden, Freunde überzeugen um, wenn wir es müssen, nochmal und gestärkt auf die Straße zu gehen.

Ich konstruiere mal ein Überzeugungsbeispiel: Die Tochter des Freundes den ich überzeugen will hat ihm ein Youtubevideo gezeigt, einen Vortrag den sie an der Uni hielt. Er findet das total stark und ist wahnsinnig stolz. Ohne den Schwung aus dem Gespräch zu nehmen sag ich: „da kannst Du froh sein das sowas noch nicht illegal ist!“ Die weitere Argumentation könnte dann über die Uni laufen oder über die Musik am Anfang, das Logo der Uni usw.

Was mir noch Kopfzerbrechen macht sind die jungen Internetausdrucker. Facebook weiß alles und „ich hab doch nichts zu verbergen“ (wirklich? Dann schick mal alle Fotos Deiner Beziehung und alle Mails dazu). Aaaber, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich surfe ja gern mit Tor, klicke ein bisschen im i2p rum und habe einen kompletten Freenet-Installer im Backup – obwohl ich nur derzeit legale Sachen mache (ändert sich ja hin und wieder). Mir geht es hauptsächlich darum, der Datenkrake zu entfliehen. Streuung meiner Netzzeit auf verschiedene Kanäle macht es schwerer zu folgen und Profile zu erstellen.

Schön ist das ACTA Domino (aus welchem Film ist das Bild?) welches derzeit ganz Europa umwirft, die HolländerInnen haben gestern die Lust verloren. Außerdem (via Fefe) sollten wir uns besinnen und mal überlegen wie das überhaupt sein kann das sowas wie ACTA durchkommen konnte. Wo ist da unsere Demokratie? Hm? Zum Glück funktioniert sie auf der Straße, wir sollten dieses Mittel mit Bedacht nutzen.

ACTA ad acta Demos quer durch Europa!

Wo wir grade beim Thema freies Netz sind. Da wäre noch zu erwähnen das einige echt genervt sind von unseren Protesten und jetzt heimlich rumnörgeln. Auch für Informationen wie diese brauchen wir das freie Internet! Klar kann frau davon ausgehen das immer jemand was schlecht findet – aber ohne entsprechende Leaks hätte man uns das Netz unterm Arsch wegzensiert. Und wir hätten das erst gemerkt wenn die 2000€ Facebookmaschine nur noch den Weg zum iTunesstore gefunden hätte.

Um nochmal auf die Zensur einzugehen und die entsprechenden Argumente: Sandro Gaycken hielt einen interessanten Talk auf dem Chaos Communication Camp 2007 gegen Überwachung bzw. über handfeste Argumente dagegen. Die sind deutlich straffer als „hmnajah, ich mag das halt nicht wenn jemand zuguckt“. Wer mir noch Diskussionsfutter liefern will, nur zu. Ich rede auch gern mit Menschen über Internetverhalten.

Also: lieber mal runterladen und dauerhaft nutzen, wer weiß wie den anonymen Netzwerken an den Karren gefahren wird oder was gerade in Hinterzimmern beschlossen wurde. Zu stoppen sind die Netzwerke jedenfalls nicht mehr :-) Beim Ziehen der Programme ist Achtsamkeit angebracht. Es wurden schon kompromittierte Tor-Browser auf zwielichtigen Webseiten zum Download angeboten. Also immer schön auf der richtigen Webseite ziehen. Am besten per SSL, das ist nicht ganz so leicht zu attakieren wie das normale http. Zum Abschluss: Wem das scheißegal ist der/die überlege sich, wie schnell die Existenz bedroht ist, sollte man beispielsweise als Kinderpornofan dargestellt werden (bei einer Hausdurchsuchung morgens um 6:30 Uhr).