Archive for ‘Propaganda’

März 29, 2013

Mindblowing-Filmtipp: Adam Curtis „All watched over by machines of loving grace“

Upps, im falschen Blog gepostet. Hier der Link zum Blogeintrag.

November 9, 2012

Maybe we just need another chicken

Wenn man den Patienten überzeugt hat kein Getreidekorn zu sein, muss man nur noch das Huhn von der Tatsache überzeugen. Wir belügen uns selbst und wir wissen es. Aber solange man so tut als würde man an den Weihnachtsmann glauben, tun die Kinder uns den Gefallen und tun auch so.

November 3, 2012

Sternstunden des Denkens

Ah, was für den Kopf: Slavoj Žižek bei Sternstunden der Philosophie

Und mit Assange bei World of Tomorrow / Russia Today

August 24, 2012

Was auf die Ohren

Julian Assange Show – Cypherpunks

Zwar schon ein paar Tage alt, aber sehenswert, mit drei interessanten Gästen.
Cypherpunks

Alternativlos 26 – investigativer Journalismus

Mit Gabi Weber, Frank und Fefe

Alternativlos

Juli 21, 2012

Lassen Sie es, Sie müssen das nicht machen.

Genderthemen sind nicht unbedingt mein Interessengebiet. Auch in Frauenmagazinen lese ich nicht, außer ich komme zufällig an einer Emma vorbei. Was die taz aber hier beschreibt, bedarf besonderer Beachtung. Wer es noch nicht gemerkt hat, unsere Gesellschaft wird pornografisiert (kann man das so sagen? Wo ist mein Lektor?).

Porno wird in oder Trend, auf jeden Fall immer mehr gedulded und es wird schon länger damit Werbung gemacht. Tanzcafes  und allerlei Veranstaltungen zeigen auf Plakaten nicht nur viel Haut von leicht bekleideten Frauen. Auch der Titel reduziert sich auf Beispielsweise Porn-Party oder Fucking Island Party dabei sind keine Darsteller geladen, sondern Menschen wie wir. Das kennt man ja und ich dachte immer, das es bestimmt weniger würde weil irgendjemand mal die Schnauze voll hat.

Was mich jetzt aktuell aus den Latschen haut sind die Beispiele aus Zeitschriften in der taz (Titel: Frauenmagazine und Sexismus: Faschismus auf Hochglanzpapier). Ich zitiere mal was draus:

In der Juni-Ausgabe [der Jolie] findet sich ein „Blowjob-Guide“, der Fragen zu Oralsex beantwortet: Muss eine Frau stöhnen, wenn sie einem Mann einen bläst, auch wenn sie es nicht so toll findet? Muss sie auch die Hoden lecken? Was soll sie tun, wenn sie beim Blasen einen Würgereiz kriegt? Die Antwort ist nicht: „Lassen Sie es, Sie müssen das nicht machen.“ Sondern: „Üben, üben, üben!“ Der Tipp kommt von einer Julia, die in einem „Edelbordell“ arbeitet. Und „Pornostar“ Mia Magma erklärt: „Viele Männer stehen darauf, wenn es einem die Tränen in die Augen treibt.“

LOLWUT!? Das gibts am Kiosk zu kaufen. Auch für sechzehnjährige, oder jüngere. Die Verkäuferin glotzt vielleicht, denkt aber, dem Mädchen gehts um die Probe Lippenstift. Bah!

Aber kann es sein, dass die Millionen von Frauen, die diese Magazine lesen, völlig fertig und hässlich durch die Welt irren und dankbar lächeln, wenn man ihnen erklärt, wie das denn geht mit dem Leben und so?

Gute Frage. Leider ist der Artikel viel zu kurz für so ein tiefgreifendes Thema.

Natürlich müssen die Pimpertipps nicht gelesen werden. Frau kann sich darüber freuen, dass auch Männerzeitschriften voller esoterisch anmutender Sextipps sind und Männer hinlänglich als hässlich, gar eklig degradiert werden sobald sie mehr als 8% Körperfett rumtragen.

Leider wird das trotz Erniedrigung gelesen, man/frau möchte ja endlich richtig sein um glücklich zu werden. Vor allem, wenn es um Sex- oder Schönheitstipps geht. Einen interessanten Einblick in die Themen, auch der Pornografisierung, gab es auf der re:publica in diesem Jahr. Make Love Not Porn – Website und Vortrag:

Juni 20, 2012

Syrien, jetzt gibt es Gründe

Ich wäre fast vom Stuhl gefallen: Syrien soll Massenvernichtungswaffen haben! Boa. Sagt wer? Internationale Beobachter. Aha. Soso. Hier gibt es mehr Infos (via Fefe).

Ps.: Wenn er an der Macht bleibt, dann kann er sie nutzen, heißt es. Wenn die anderen (bösen) die Macht an sich reißen, könnten sie die Waffen benutzen. Tja, da müssen wir wohl einmarschieren und unsere Freiheit offensiv verteidigen.

 

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Juni 6, 2012

ACTA Demos die 3. – jetzt erst recht

Wer die Diskussion um ACTA verfolgt hat, dem wird nicht entgangen sein, dass neue Demos am Wochenende sind.

Was ist ACTA?

Um was geht es bei Urheberrecht? Wie sehen die Alternativen aus?

Chaosradio – Kopierkulturkampf

Ältere Posts zu ACTA:

Das Internet ist da II

Der Streit um das Urheberrecht

Die ACTA-Polizei ist da

Mai 26, 2012

I’ve been watching you…

… and it makes you sweat.

Wir werden wir überwacht. Ohne das wir es merken. Das Ihr diesen Artikel lest, wurde jetzt schon mehrfach erfasst und ausgewertet, staatlich und von der Privatwirtschaft. Das ist leider keine dystopische Fantasie sondern Realität. Was im Digitalen passiert, wäre in der physikalischen Welt nicht möglich. Würden Kameras auf unsere Monitore gerichtet, die Menschen würden auf die Straße gehen.

Eine Überwachung findet statt und sie wird mehr.

Ein paar Beispiele, FYI.

Deutsche Geheimdienste schnüffeln sich 2010 durch mehr als 37 Millionen E-Mails

Bundesregierung verweigert Auskunft zur elektronischen Überwachung

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder meldet anders denkende Bürger dem BKA

Euer Handyprovider speichert mehr als gut ist (und zu lange!)

Das FBI bildet stillschweigend ein Netzüberwachungs-Zentrum

Die US-Army hat ihr erstes fliegendes Riesen-Überwachungsding fertig

Microsoft hat ein Patent auf die Idee, aus Facebook-Postst Euren Bildungsstand zu lesen

Das Ausschnüffeln von Handys ist jetzt rechtmäßig

Bilder sollen Fingerabdrücke bekommen

Mit Vorwänden gegen die Freiheit

Anstatt ehrlich zu debattieren und Argumente abzuwägen werden wir an Terroristen, Ballerspiele, Kinderschänder und andere fiese Gesellen erinnert. Dabei bringt die Speicherung der Kommunikationsdaten so gut wie nichts (siehe erstes Beispiel, von 37 Millionen E-Mails waren keine 220 interessant, also 0,00057%).

Die anvisierte Kontrolle würde auch nicht funktionieren wenn sie komplett umgesetzt würde. Wie Fefe argumentiert, schießen wir uns nur selbst in den Fuß:

Je mehr „Sicherheit“ wir uns vom Staat vorschreiben lassen, desto weniger glaubwürdig sind im Zweifelsfall dann solche digitalen Spuren, die uns entlastet hätten. Denn die sind im Gegensatz zu dem Personalausweis nicht digital signiert.

Fragen Sie sich doch mal selbst, wie viel Sie davon mitgekriegt haben, dass Ihre Bankdaten an die Amerikaner weitergegeben werden. Oder was Facebook alles an Daten über Sie gesammelt hat. Oder Google. Kriegen Sie mit, was die Schufa über Sie an Daten hat? Dort steht Ihnen sogar eine Auskunft zu. Haben Sie das mal gemacht?

So ist das mit Daten. Man kriegt das nicht mit. Der einzige Schutz ist, die Daten gar nicht erst anfallen zu lassen.

Wir bekommen nicht mit, was mit unseren Daten passiert. Wie sie ausgewertet werden, wer alles in unser digitales Inneres sieht. Und das unsere Daten wertvoll sind (was kann da schon passieren?), steht außer Frage. Man muss eben kein Terrorist sein, damit verschiedene Institutionen mal genauer hinsehen (und Existenzen zerstören). Es gibt sogar ein Wirtschaftssimulationsspiel zur Überwachungswirtschaft: Datadealer

Was bleibt uns? Das sagt uns eine Projektseite der Canadischen Piratenpartei :-)

VERSCHLÜSSELE EINFACH ALLES

Solange es noch erlaubt ist, sollte man sich all die Tools besorgen die Kommunikation schützen, sich mit ihnen vertraut machen und sie für einfach alles hernehmen. Das sollte man auch für Freunde und Verwandschaft tun. Helft auch den nicht Netzaffinen bei der sicheren Nutzung des Internetz. Um es mit Kant zu sagen müssen wir uns aus der moralischen Unmündigkeit erheben.

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines andern zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht aus Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. ‚Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!‚ ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Anfangen könnt Ihr hier: Digitale Gesellschaft und hier: Netzpolitik.org

Update: Pirate Linux (Ubuntu mit Tools für mehr Privatsphäre, Sharing und Open Source, u.a. Tor, I2P, …)

Bytelove (P2P for Podcasts :-)

Udo Vetter: Spielregeln für das Netz (2012 re:publica)

Mai 17, 2012

Seelenfresser für die Sicherheit

Die breit angelegte Überwachung schafft noch mehr Unsicherheit. Denn es geht nicht um Sicherheit, sondern um Kontrolle.

Es dreht sich alles um das Gefühl der Sicherheit, etwas subjektives. Anstatt jetzt dieses Gefühl mit Höhlenbau unterm Wohnzimmertisch oder auf dem Dachboden zu erreichen, wird versucht dieses Gefühl durch maschinelles ausleuchten und algorhytmisches Durchschauen herzustellen. Indem man die die kuschelige Dunkelheit der schützenden Sofadecken und weichen Kissen mit dem ersetzt was sich anfühlt die eine Prostatakrebsvorsorgeuntersuchung auf dem Rasen eines voll besetzten Fußballstadions, gibt man uns Wärme und Geborgenheit. Aha.

Wirkliche Sicherheit kommt aber aus einer gefestigten, selbstbestimmten Persönlichkeit. Das wird aber weder geschult, noch kulturell gefördert. Anstatt Menschen zu Kreativen zu machen, werden beispielsweise manche Berufskreative zu panischen Puppen der Kontrollorgane. Nur wenn Menschen, die ich nicht kenne, und Maschinen, die ich nicht verstehe, in mein tiefstes Inneres blicken können, bin ich sicher – so versucht man es zu verkaufen. Aus dem dabei entstehenden Gefühl entsteht zwangsläufig eine ängstliche Oberflächlichkeit. Eigene, etwas tiefer liegenden Gedanken verunsichern, weil sich vielleicht nicht konform sein könnten. Sie sind ein so starker Grund zur Besorgnis, dass ich sie meide. Das ist auch noch gern gesehen, es nützt der unbestimmten Angst. Anstatt uns positiv zu konditionieren und somit wirkliche Kreativität und eigenes Denken zu fördern, sollen wir bei kleinsten Fehlern bestraft werden können. Dieser Gedanke ist in der kompletten Überwachung eingeschlossen.

Die Angst fördert den Markt.

Wir werden oberflächlicher und damit einheitlicher, es arbeiten die Seelenfresser, halten uns vom Tiefgang ab. Der gerechte-Welt-Glaube der uns begleitet wie ein eingewachsener Zehennagel kann nur dort Fuß fassen, wo man sich noch den Schuh des Mittelstands anziehen lässt. Viele der Schuhträger kämen ohne 1€-Ramschware und (billigen?) Discountern finanziell nicht durch den Monat. Und ich spreche hier nicht von Leiharbeitern sondern von Abteilungsleitern die sich von den Verleihnixen abheben wollen/müssen. Zwei Urlaube im Jahr funktionieren nur noch wenn Mutti in Vollzeit arbeiten geht – anders als bei der Generation vorher. Merkt das niemand?

Die Arbeit der Seelenfresser.

Man kann sich das so vorstellen: Würden an einem gemächlichen Sonntag Abend Gedanken aufsteigen, die nicht zum Weltbild  passen, müsste man sich bewegen, aus der Gewohnheit, vielleicht aus der Gesellschaft heraus treten. Viel zu viel Elend würde auf einmal bewusst werden. Es würden Dinge in Frage gestellt, die nicht nur das derzeitige Sozialleben sondern vielleicht das Arbeitsleben und den Konsum in Frage stellen – das ist derzeit also die gesamte Existenz. Glücklicherweise wird uns geholfen, das zu vermeiden. Irgendwie schön. Schön gruselig, da man sich gegen sich selbst stellt. Zusehends werden wir neurotischer und beschränken uns auf „zugelassene Neurosen“. Beispielsweise Arbeit, Einkaufen, Angst, Fitness, Fernsehen, u. s. w.

Je lauter die allgemein annerkante Wahrheit von heimischen Videowänden und Lokalzeitungen gerufen wird, umso mehr wollen wir dem Bild folgen. Der Fernseher als Peer-Group und Facebook als Freundesersatz bieten ein schmales Podest der eigenen Meinungsfindung. Die dazu propagierten Abgründe lassen vor eigenen Gehversuchen zurückschrecken. So sehr seit 2001 Überwachung propagiert wird und nur wenige wissen wo wir wirklich stehen, kursiert jetzt schon die Meinung das „die da oben eh machen können was sie wollen“.  So ein Satz wird dann in schizoider Spaltung an Facebook-Walls geheftet und gefällt.

Meiner Meinung nach wird viel Energie verbraten um sich selbst zu spalten. Dürfte der Umfang der Unmenschlichkeit auf der Welt erkannt werden, könnte man nicht mehr still sitzen. In Diskussionen wird ausgeblendet, abgelenkt, logische Fehler begangen, wie beispielsweise die Beantwortung nie eingebrachter Argumente. Weil wir kaum gelernt haben logisch zu Argumentieren merks auch keiner. Meistens herrscht ein Klima der unterschwelligen Angst, das mich an die Nazis erinnert & hinterher wusste keiner was davon. Vielleicht ist es nur ein ungutes, ungemütliches Gefühl das irgendwo der Wurm drin ist.

Präventives …na was nu?

Wir können uns im Nachinein auf Fehler besinnen und entsprechend verurteilen, Gesetze erlassen, u. s. w.. Jetzt präventiv alle durch schleichend fortschreitende Überwachung zu verdächtigen schafft nur imaginäre Kontrolle aber vor allem Gleichschaltung. Um den Wunsch nach der  Freiheitlich demokratischen Grundordnung aufzuweichen hat der 11. September gereicht, als Schuß vor den Bug unserer Einheitsmöbel aus individuellen Großmärkten. Ohne ein Unglück in diesem Ausmaß hätte es nie zu der Katastrophe der präventiven Schutzmaßnahmen kommen können. Und immer noch bemühen wir das aufgebauschte Medienereignis um Augenwischerei einerseits (Politik, Feindbilder) und Vernachlässigung andererseits (Bildung, Kultur) zu rechtfertigen. Kulturreduzierung durch Vereinheitlichung (Sunshine Live ist qualitativ auf der Stufe des Musikantenstadel) und Verhärtung gäniger Vorurteile für die, die der PR folgen, sind Simplifizierungen die das Denken oben halten oder überflüssig machen. Plakate sagen mir wo ich hin gehöre. Das Fernsehen und die Markenwelt auf Facebook bieten ein schön einfaches, in sich geschlossenes Weltbild. Die Logik bleibt zwar auf der Strecke, aber hey, wir wollten doch vorsichtshalber nicht so tief denken.

Gehört man dazu, prima. Denn wer nichts zu verbergen hat, hat meistens auch nichts zu befürchten. Aber wehe wehe wehe, wenn ich auf das Ende sehe. Der Pfad wird schmaler und je klarer es wird, dass das Belohnungs- und Bestrafsystem willkürlich ist, umso neurotischer werden wir uns verhalten. Ob man sich jetzt zu Kirchen oder anderen esoterischen Gruppen hingezogen fühlt um den Zufall der Welt und die gepredigte Leere des herrschenden Produktindividualismus zu kompensieren oder halt einfach so paranoid wird, spielt in diesem System des gezogenen Misstrauens kaum eine Rolle. Wir sollten uns darauf besinnen wie schön, groß und einmalig unsere Welt ist und das Gefühl genießen jetzt mitten drin zu sein und dazu zu gehören. Ok, ich predige jetzt keine Postkartensprüche :-) Dieses Video kommt dem ganz nahe was ich meine: The most astounding fact.

April 6, 2012

Das Internet ist da II

Neue Demos gegen ACTA geplant! 9.6.2012, bitte hingehen. Es geht auch um Dein Internet, also kümmere Dich darum! Falls ACTA schon wieder aus dem Gedächtnis (LOLWUT?!) verschwunden ist, hier gibt es nochmal die Infos über ACTA und von den letzten Demonstrationen. Ich hoffe, wir können dieses Mal wieder bei strahlendem Sonnenschein demonstrieren. -12 Grad wird es auf jeden Fall nicht geben.

Warum Datensammelwut (und „ich habe doch nichts zu verbergen„-schnöseln) uns letztlich doch das Genick brechen kann (oder schon gebrochen hat, neue Verschwörungstheorie) sehen wir schön visualisiert von der Zeit. Malte Spitz stellte 6 Monate seiner Vorratsdaten zur Verfügung. Man stelle sich vor, wie genau die Provider über Kanzlerin oder Bürgermeister bescheid wissen.

Es gibt mal wieder keine Gefahr für die Bevölkerung: In Frankreich brennt es im AKW Penly. Es ist wohl Öl ausgetreten das brannte, die Feuerwehr war da, man hat das AKW runtergefahren. Aber die Anlage sei sicher. Heute früh um neun Uhr schrieb dann die Zeit, das Radioaktives Wasser ausgetreten sei. Bereits 2007 gab es Probleme mit dem AKW, man bemerkte bei einer Routinekontrolle, dass die Notkühlanlage defekt war. Und im September ist ein Ofen einer Verbrennungsanlage explodiert, in Penly.

Wer sich jetzt Sorgen macht, alles halb so schlimm, die USA buchten die Konkurrenz (auch unsere) ein. Und sie möchten gerne Nuklear-getriebene Drohnen bauen. Dann muss man die blöden Bösen nur noch per Fernbedienung jagen. Das ist der wahr gewordene, feuchte Traum eines Nerds am falschen Platz.

Meanwhile in Germany: die Kontentmafia versucht Jugendlichen und Eltern mit einem Flugblatt das Hirn zu waschen. Weiß jemand wo das überall verteilt wurde? Naja, jedenfalls dürften wir diesen Sommer mehr freie CC-Musik hören, denn die GEMA verschlimmbessert ihr Tarifsystem.

Ansonsten fliegt uns vielleicht eine Gasplattform um die Ohren, oder das Leck blubbert weiter vor Schottlands Küste dahin. Alle müssen sparen, auch die Energievermarkter, da müssen wir jetzt alle an einem Strang ziehen. Auch die Tiere, die dort leben, ist schließlich auch ihr Planet und für den reißt man sich gerne mal am Riemen. Gell, ihr Tiere?

Da möchte man sich doch zum Bundeswehr-Krypton in die Asse legen und in Embriohaltung zusammenrollen, warten bis die Welt wieder normal ist. Oder man schreibt sowas tolles wie Bettina Gaus.

Na, positive Nachrichten immer ans Ende (das Wetter gibt ja nichts her): einen schönen Ansatz als nutzbaren Gegenentwurf  zu Facebook, eDonkey und zentraler Datensammelwut bietet RetroShare. Einen kleinen Abriss dazu und zur Saugstubengeschichte der letzten Jahre hat Telepolis parat. Wenn die Gurtpflicht für die Datenautobahn eingeführt wird, dann machen halt alle I2P, oder Freenet, das wird dann auch schneller :-)

Auch positiv: der Landesbeauftragte für den Datenschutz Baden-Würtemberg hat einen öffentlichen Schlüssel auf seiner Seite liegen und warnt davor, dass E-Mails im Netz gelesen werden (können). Warum machen das nicht alle Behörden? Dank PGP/GnuPG könnte man auf so manche Funktion des unsicheren neuen Personalausweises verzichten. Die User wären trotzdem selbst verantwortlich und es wäre viel preiswerter.

Oh, was ist eigentlich mit Syrien & Iran?