Posts tagged ‘fefe’

April 18, 2012

Julian Assanges TV-Show läuft an

Gefunden bei Fefe: Julian Assange startet seine Talkshow auf Russia Today

Sehenswertes Interview mit dem Hisbollah-Chef Nasrallah.

 

 

März 6, 2012

Kernkraft – was haben wir uns da eingebrockt?

Ich bin ja Strahlenschutzbeauftragter und einer meiner indirekten Nachbarn ist ein AKW – daher pflege ich ein natürliches Interesse an Röntgenstrahlung. Richtiger Umgang mit Kernenergie ist für mich allerdings keineswegs das Betreiben eines AKWs.

Deutsche Atomkonzerne:

Wie Uran abgebaut wird, Yellowcake:

Wie ein Unfall aussehen kann, Tschernobyl:

Wie ein Unfall aussehen kann, Harrisburg:

Alternativlos Podcast, Frank und Fefe im Gespräch mit Michael Sailer zu Fukushima und einer kleinen Einführung in die Kernkraft:

Alternativlos 14

Die Asse, das unlösbare Problem:

Into Eternity (Trailer), Film über das Bauprojekt eines Endlagers namens Onkalo:

Firmenvideo wie das Onkalo-Endlager funktioniert hier, BBC Artikel von 2006 hier.

News über Castortransporte in Deutschland:

CastorTV, Castorticker

Wenn man da durch ist fragt man sich schon, warum wir das überhaupt machen. Die Frage, wie sauber diese Technik ist hat sich ja schon erledigt. Noch eine Frage wäre: wenn sich unsere Medienlandschaft schon mit dem Thema auseinandersetzt, warum dann nur auf Spartenkanälen und 1x im Schaltjahr? Nach den Unfällen die nur alle xtausend Jahre auftreten sollen aber in den letzten 35 Jahren mindestens 3 schwere zu verzeichnen waren, fragt man sich, ob da nicht was schief lief, bei der Berechnung der Sicherheit.

Edit: Soeben lese ich bei Fefe:

Aus der beliebten Kategorie „bei UNS ist Atomkraft SICHER“: Durchgerostete Atommüllfässer sind nicht meldepflichtig, findet Vattenfall.

Es geht in dem verlinkten Artikel auf n-tv darum, dass im AKW Brunsbüttel durchgerostete Atommüllfässer gefunden wurden. Der Betreiber Vattenfall/Eon hatte das laut Unterlagen schon am 15. Dezember festgestellt, aber erst jetzt sei dem TÜV bei einer Routinekontrolle ein leeres rostiges Fass aufgefallen. Da schaut man natürlich genauer hin, als TÜV. Die Betreiber aber waren nicht der Meinung die Atomaufsichtsbehörde informieren zu müssen. ZOMG! Und ein goldenes Zitat aus dem Artikel:

Er [Schleswig-Holsteins Justizminister Emil Schmalfuß] empfehle außerdem Kontrollen in allen Atomkraftwerken bundesweit, weil auch dort Fässer zu Zeiten eingelagert wurden, als niemand damit rechnete, dass ein Endlager Jahrzehnte später immer noch nicht verfügbar sein würde.

Na, Aber Hallo!

Edit 2:

Frontal 21 zur Atomstromlüge

Edit 3 (29.3.2012):

Die taz berichtet (und auch aus der faz wissen wir), dass Reaktorblock 2 in Fukushima fröhlich vor sich hin strahlt. Viel stärker als erwartet. Etwa 30 – 70 Sievert pro Stunde (!!1!) registrierte die Sonde, die man am Dienstag in den Reaktor einführte. Wir erinnern uns: Reaktor 2 ist der Reaktor, der äußerlich am besten wegkam. Die Zustände in den Reaktoren 1 & 3 waren im Vergleich immer schwerwiegender.

Was die Japaner können, können wir schon lange (die bauen ja eh bloß alles nach): AKW Brokdorf geht vom Netz, wegen gebrochenen Haltefedern von Kernelementen. Ach ja.

Edit 4 (1.4.2012):

1. Apropos ach ja: Telepolis berichtet, dass den AKW-Betreibern der Atomstrom zu billig sei. Er müsste 2 Cent/kWh teurer sein als Windkraft, sonst lohnt sich das nicht. Ach so.

2. Das AKW Brokdorf ist überflüssig. Man erinnere sich an die abgebrochenen Federn (s. o.) – jetzt hat die schleswig-holsteinische Atomaufsicht beschlossen, dass es übers Wochenende vom Netz geht. Auf Telepolis sehen wir schön dargestellt, dass an der Leipziger Strombörse es keine Rolle spielte, als das AKW am Mittwoch vom Netz ging. Der Strombedarf konnte mit alternativen Energien ausgeglichen werden. Außerdem wird nochmal auf die Gefahren und die letzten Zwischenfälle eingegangen. Natürlich besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Natürlich.

Weitere aktuelle Infos zur Kernkraft, bitte posten!

Februar 16, 2012

Die ACTA Polizei ist da

Am 11.2. gingen in ganz Europa ACTA-GegnerInnen auf die Straße. Bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte (-12°C in Stuttgart) demonstrierten hunderttausende gegen das Handelsabkommen. Interessant fand ich, dass etwa 80% unter 30 Jahre alt waren. Wann hatten wir das Wahlrecht ab 16 zuletzt diskutiert? Ganz unten gibt es ein paar Impressionen von den friedlichen Protesten in Stuttgart.

Im Metronaut wird eine interessante Strategie des weiteren Vorgehens vorgeschlagen: anstatt ruck-zuck noch mehr zu demonstrieren, lieber Pacman live in der City spielen (in der ACTA-2012 Version). Oder andere Aktionen durchführen, mit Kollegen reden, Freunde überzeugen um, wenn wir es müssen, nochmal und gestärkt auf die Straße zu gehen.

Ich konstruiere mal ein Überzeugungsbeispiel: Die Tochter des Freundes den ich überzeugen will hat ihm ein Youtubevideo gezeigt, einen Vortrag den sie an der Uni hielt. Er findet das total stark und ist wahnsinnig stolz. Ohne den Schwung aus dem Gespräch zu nehmen sag ich: „da kannst Du froh sein das sowas noch nicht illegal ist!“ Die weitere Argumentation könnte dann über die Uni laufen oder über die Musik am Anfang, das Logo der Uni usw.

Was mir noch Kopfzerbrechen macht sind die jungen Internetausdrucker. Facebook weiß alles und „ich hab doch nichts zu verbergen“ (wirklich? Dann schick mal alle Fotos Deiner Beziehung und alle Mails dazu). Aaaber, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich surfe ja gern mit Tor, klicke ein bisschen im i2p rum und habe einen kompletten Freenet-Installer im Backup – obwohl ich nur derzeit legale Sachen mache (ändert sich ja hin und wieder). Mir geht es hauptsächlich darum, der Datenkrake zu entfliehen. Streuung meiner Netzzeit auf verschiedene Kanäle macht es schwerer zu folgen und Profile zu erstellen.

Schön ist das ACTA Domino (aus welchem Film ist das Bild?) welches derzeit ganz Europa umwirft, die HolländerInnen haben gestern die Lust verloren. Außerdem (via Fefe) sollten wir uns besinnen und mal überlegen wie das überhaupt sein kann das sowas wie ACTA durchkommen konnte. Wo ist da unsere Demokratie? Hm? Zum Glück funktioniert sie auf der Straße, wir sollten dieses Mittel mit Bedacht nutzen.

ACTA ad acta Demos quer durch Europa!

Wo wir grade beim Thema freies Netz sind. Da wäre noch zu erwähnen das einige echt genervt sind von unseren Protesten und jetzt heimlich rumnörgeln. Auch für Informationen wie diese brauchen wir das freie Internet! Klar kann frau davon ausgehen das immer jemand was schlecht findet – aber ohne entsprechende Leaks hätte man uns das Netz unterm Arsch wegzensiert. Und wir hätten das erst gemerkt wenn die 2000€ Facebookmaschine nur noch den Weg zum iTunesstore gefunden hätte.

Um nochmal auf die Zensur einzugehen und die entsprechenden Argumente: Sandro Gaycken hielt einen interessanten Talk auf dem Chaos Communication Camp 2007 gegen Überwachung bzw. über handfeste Argumente dagegen. Die sind deutlich straffer als „hmnajah, ich mag das halt nicht wenn jemand zuguckt“. Wer mir noch Diskussionsfutter liefern will, nur zu. Ich rede auch gern mit Menschen über Internetverhalten.

Also: lieber mal runterladen und dauerhaft nutzen, wer weiß wie den anonymen Netzwerken an den Karren gefahren wird oder was gerade in Hinterzimmern beschlossen wurde. Zu stoppen sind die Netzwerke jedenfalls nicht mehr :-) Beim Ziehen der Programme ist Achtsamkeit angebracht. Es wurden schon kompromittierte Tor-Browser auf zwielichtigen Webseiten zum Download angeboten. Also immer schön auf der richtigen Webseite ziehen. Am besten per SSL, das ist nicht ganz so leicht zu attakieren wie das normale http. Zum Abschluss: Wem das scheißegal ist der/die überlege sich, wie schnell die Existenz bedroht ist, sollte man beispielsweise als Kinderpornofan dargestellt werden (bei einer Hausdurchsuchung morgens um 6:30 Uhr).

Januar 6, 2012

Alternativlos.org ist politischer Podcast des Jahres

Alternativlos.org, ein Podcast von Frank und Fefe behandelt in unregelmäßigen Abständen das Neuste aus dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Anfänglich war ich etwas überrascht als sie erst mit Michael Sailer zu Fukushima und dann mit Frank Schirrmacher zum politischen Diskurs aufgefahren sind. Aber so bekommt man Informationenn und Zeit. Es ist die Zeit, die die öffentlich-rechtlichen sparen: die Sendezeit in der es interessant wird. Also -> Download und ab damit ins Autoradio!

Vor kurzem haben die zwei Alternativlosen eine verdiente Auszeichnung bekommen: das Deutschlandradio Wissen kürt den Alternativlos Podcast zum politischen Podcast des Jahres 2011. Herzlichen Glückwunsch!

Netzprojekte 2011 / DRadio Wissen

 

 

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