Posts tagged ‘tor’

August 24, 2012

Was auf die Ohren

Julian Assange Show – Cypherpunks

Zwar schon ein paar Tage alt, aber sehenswert, mit drei interessanten Gästen.
Cypherpunks

Alternativlos 26 – investigativer Journalismus

Mit Gabi Weber, Frank und Fefe

Alternativlos

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Mai 26, 2012

I’ve been watching you…

… and it makes you sweat.

Wir werden wir überwacht. Ohne das wir es merken. Das Ihr diesen Artikel lest, wurde jetzt schon mehrfach erfasst und ausgewertet, staatlich und von der Privatwirtschaft. Das ist leider keine dystopische Fantasie sondern Realität. Was im Digitalen passiert, wäre in der physikalischen Welt nicht möglich. Würden Kameras auf unsere Monitore gerichtet, die Menschen würden auf die Straße gehen.

Eine Überwachung findet statt und sie wird mehr.

Ein paar Beispiele, FYI.

Deutsche Geheimdienste schnüffeln sich 2010 durch mehr als 37 Millionen E-Mails

Bundesregierung verweigert Auskunft zur elektronischen Überwachung

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder meldet anders denkende Bürger dem BKA

Euer Handyprovider speichert mehr als gut ist (und zu lange!)

Das FBI bildet stillschweigend ein Netzüberwachungs-Zentrum

Die US-Army hat ihr erstes fliegendes Riesen-Überwachungsding fertig

Microsoft hat ein Patent auf die Idee, aus Facebook-Postst Euren Bildungsstand zu lesen

Das Ausschnüffeln von Handys ist jetzt rechtmäßig

Bilder sollen Fingerabdrücke bekommen

Mit Vorwänden gegen die Freiheit

Anstatt ehrlich zu debattieren und Argumente abzuwägen werden wir an Terroristen, Ballerspiele, Kinderschänder und andere fiese Gesellen erinnert. Dabei bringt die Speicherung der Kommunikationsdaten so gut wie nichts (siehe erstes Beispiel, von 37 Millionen E-Mails waren keine 220 interessant, also 0,00057%).

Die anvisierte Kontrolle würde auch nicht funktionieren wenn sie komplett umgesetzt würde. Wie Fefe argumentiert, schießen wir uns nur selbst in den Fuß:

Je mehr „Sicherheit“ wir uns vom Staat vorschreiben lassen, desto weniger glaubwürdig sind im Zweifelsfall dann solche digitalen Spuren, die uns entlastet hätten. Denn die sind im Gegensatz zu dem Personalausweis nicht digital signiert.

Fragen Sie sich doch mal selbst, wie viel Sie davon mitgekriegt haben, dass Ihre Bankdaten an die Amerikaner weitergegeben werden. Oder was Facebook alles an Daten über Sie gesammelt hat. Oder Google. Kriegen Sie mit, was die Schufa über Sie an Daten hat? Dort steht Ihnen sogar eine Auskunft zu. Haben Sie das mal gemacht?

So ist das mit Daten. Man kriegt das nicht mit. Der einzige Schutz ist, die Daten gar nicht erst anfallen zu lassen.

Wir bekommen nicht mit, was mit unseren Daten passiert. Wie sie ausgewertet werden, wer alles in unser digitales Inneres sieht. Und das unsere Daten wertvoll sind (was kann da schon passieren?), steht außer Frage. Man muss eben kein Terrorist sein, damit verschiedene Institutionen mal genauer hinsehen (und Existenzen zerstören). Es gibt sogar ein Wirtschaftssimulationsspiel zur Überwachungswirtschaft: Datadealer

Was bleibt uns? Das sagt uns eine Projektseite der Canadischen Piratenpartei :-)

VERSCHLÜSSELE EINFACH ALLES

Solange es noch erlaubt ist, sollte man sich all die Tools besorgen die Kommunikation schützen, sich mit ihnen vertraut machen und sie für einfach alles hernehmen. Das sollte man auch für Freunde und Verwandschaft tun. Helft auch den nicht Netzaffinen bei der sicheren Nutzung des Internetz. Um es mit Kant zu sagen müssen wir uns aus der moralischen Unmündigkeit erheben.

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines andern zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht aus Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. ‚Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!‚ ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Anfangen könnt Ihr hier: Digitale Gesellschaft und hier: Netzpolitik.org

Update: Pirate Linux (Ubuntu mit Tools für mehr Privatsphäre, Sharing und Open Source, u.a. Tor, I2P, …)

Bytelove (P2P for Podcasts :-)

Udo Vetter: Spielregeln für das Netz (2012 re:publica)

Februar 4, 2012

ACTA

Wenn der Quatsch durchgeht, wird es das Internet, wie wir es kennen, nicht mehr geben.

Kurze Übersicht über ACTA: http://stopp-acta.info/

Mehr als 1,5 Mio. haben schon dagegen unterschrieben: http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet_spread/?tta

Wikipedia dazu:https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement

Wochenzeitung Die Zeit zu ACTA: http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/interview-markus-beckedahl-acta-sopa

Piratenpartei zu ACTA/Demos am 11.2.2012 https://wiki.piratenpartei.de/ACTA

Meinung bilden ist immer auch ein bisschen Arbeit. Ich will das niemandem ersparen :-)

Wenn das durchgebracht werden sollte, kann man immer noch auf TOR schalten oder sich im Freenet rumtreiben. Trotzdem möchten wir das Internet so behalten wie es ist. Oder wir verbessern es – aber ACTA geht garnicht!