Posts tagged ‘vortrag’

November 9, 2012

Maybe we just need another chicken

Wenn man den Patienten überzeugt hat kein Getreidekorn zu sein, muss man nur noch das Huhn von der Tatsache überzeugen. Wir belügen uns selbst und wir wissen es. Aber solange man so tut als würde man an den Weihnachtsmann glauben, tun die Kinder uns den Gefallen und tun auch so.

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Oktober 13, 2012

Die Mainstream-Ökonomie und ihr Versagen

Sehr spannender Vortrag von Prof. Bontrup zur aktuellen Situation. Er ist kein Crackhead sondern macht alles in allem einen vernünftigen, überlegten Eindruck. Aktuelle Themen werden beleuchtet und gut erklärt. Sehr sehenswert.

Außerdem spricht er die Reduzierung der 35 Stunden Woche auf 30 Stunden an. Das finde ich ja schon eine Weile interessant. Laut ihm kann das helfen. Bei vollem Lohnausgleich der sich in dem Modell finanziert.

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Februar 16, 2012

Die ACTA Polizei ist da

Am 11.2. gingen in ganz Europa ACTA-GegnerInnen auf die Straße. Bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte (-12°C in Stuttgart) demonstrierten hunderttausende gegen das Handelsabkommen. Interessant fand ich, dass etwa 80% unter 30 Jahre alt waren. Wann hatten wir das Wahlrecht ab 16 zuletzt diskutiert? Ganz unten gibt es ein paar Impressionen von den friedlichen Protesten in Stuttgart.

Im Metronaut wird eine interessante Strategie des weiteren Vorgehens vorgeschlagen: anstatt ruck-zuck noch mehr zu demonstrieren, lieber Pacman live in der City spielen (in der ACTA-2012 Version). Oder andere Aktionen durchführen, mit Kollegen reden, Freunde überzeugen um, wenn wir es müssen, nochmal und gestärkt auf die Straße zu gehen.

Ich konstruiere mal ein Überzeugungsbeispiel: Die Tochter des Freundes den ich überzeugen will hat ihm ein Youtubevideo gezeigt, einen Vortrag den sie an der Uni hielt. Er findet das total stark und ist wahnsinnig stolz. Ohne den Schwung aus dem Gespräch zu nehmen sag ich: „da kannst Du froh sein das sowas noch nicht illegal ist!“ Die weitere Argumentation könnte dann über die Uni laufen oder über die Musik am Anfang, das Logo der Uni usw.

Was mir noch Kopfzerbrechen macht sind die jungen Internetausdrucker. Facebook weiß alles und „ich hab doch nichts zu verbergen“ (wirklich? Dann schick mal alle Fotos Deiner Beziehung und alle Mails dazu). Aaaber, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich surfe ja gern mit Tor, klicke ein bisschen im i2p rum und habe einen kompletten Freenet-Installer im Backup – obwohl ich nur derzeit legale Sachen mache (ändert sich ja hin und wieder). Mir geht es hauptsächlich darum, der Datenkrake zu entfliehen. Streuung meiner Netzzeit auf verschiedene Kanäle macht es schwerer zu folgen und Profile zu erstellen.

Schön ist das ACTA Domino (aus welchem Film ist das Bild?) welches derzeit ganz Europa umwirft, die HolländerInnen haben gestern die Lust verloren. Außerdem (via Fefe) sollten wir uns besinnen und mal überlegen wie das überhaupt sein kann das sowas wie ACTA durchkommen konnte. Wo ist da unsere Demokratie? Hm? Zum Glück funktioniert sie auf der Straße, wir sollten dieses Mittel mit Bedacht nutzen.

ACTA ad acta Demos quer durch Europa!

Wo wir grade beim Thema freies Netz sind. Da wäre noch zu erwähnen das einige echt genervt sind von unseren Protesten und jetzt heimlich rumnörgeln. Auch für Informationen wie diese brauchen wir das freie Internet! Klar kann frau davon ausgehen das immer jemand was schlecht findet – aber ohne entsprechende Leaks hätte man uns das Netz unterm Arsch wegzensiert. Und wir hätten das erst gemerkt wenn die 2000€ Facebookmaschine nur noch den Weg zum iTunesstore gefunden hätte.

Um nochmal auf die Zensur einzugehen und die entsprechenden Argumente: Sandro Gaycken hielt einen interessanten Talk auf dem Chaos Communication Camp 2007 gegen Überwachung bzw. über handfeste Argumente dagegen. Die sind deutlich straffer als „hmnajah, ich mag das halt nicht wenn jemand zuguckt“. Wer mir noch Diskussionsfutter liefern will, nur zu. Ich rede auch gern mit Menschen über Internetverhalten.

Also: lieber mal runterladen und dauerhaft nutzen, wer weiß wie den anonymen Netzwerken an den Karren gefahren wird oder was gerade in Hinterzimmern beschlossen wurde. Zu stoppen sind die Netzwerke jedenfalls nicht mehr :-) Beim Ziehen der Programme ist Achtsamkeit angebracht. Es wurden schon kompromittierte Tor-Browser auf zwielichtigen Webseiten zum Download angeboten. Also immer schön auf der richtigen Webseite ziehen. Am besten per SSL, das ist nicht ganz so leicht zu attakieren wie das normale http. Zum Abschluss: Wem das scheißegal ist der/die überlege sich, wie schnell die Existenz bedroht ist, sollte man beispielsweise als Kinderpornofan dargestellt werden (bei einer Hausdurchsuchung morgens um 6:30 Uhr).

Januar 8, 2012

Politik hacken, zwei Filme, viele Beispiele

Die Yes-Men regeln die Welt. Die Yes-Men sind zwei (?) etwa 300 sehr sympatische Politikhacker und man sollte, auch ohne Interesse am Hacken oder an Politik diesen Film gesehen haben. Neben der Politik werden auch die Medien gehackt: mit falschen Websites lassen sich die Yes Men auf Pressekonferenzen und zu Live-Schalten einladen, sprechen stellvertretend für große Konzerne und bringen sie in die unangenehme Lage angekündigte gute Taten öffentlich zu revidieren. (deutsche Version von arte)

 

Anschließend eine interessante Stunde Vortrag Politik hacken mit humorvollen Beispielen vom 28c3. Gut durchdacht zeigen uns Alexander Müller und Montserrat Graupenschläger wo es überhaupt Ansatzpunkte gibt, was gemacht wurde und welche Effekte Öffentlichkeit haben kann. (auf deutsch vom 28c3)